Was ist der Unterschied zwischen Teilpanik- und Vollpanikfunktion?

2-flügelige Türelemente können mit Teilpanik- oder mit Vollpanikfunktion ausgestattet werden, wobei jeweils die notwendige Fluchtwegbreite die erforderliche Funktion bestimmt.

Bei Teilpanikausstattung wird ein ungehindeter Durchgang für den Gehflügel ermöglicht.
Der Standflügel kann dabei standardmäßig mit einem Falztreibriegelschloss versehen
werden.

Bei Vollpanikfunktion muss den Flüchtenden ermöglicht werden, die gesamte Breite des Türelementes zu nutzen. Durch entsprechende Ausstattung kann, mit Betätigung des Halbdrückers am Standflügel, das Türelement auch bei verriegeltem Zustand geöffnet werden. Um eine sichere Schließfolgeregelung zu ermöglichen, ist zusätzlich die Anbringung einer sogenannten Anti-Panik-Mitnehmerklappe im oberen Bereich auf der Bandgegenseite erforderlich. Durch diese Mitnehmerklappe wird beim Öffnen des Standflügels der Gehflügel so weit aufgedrückt, dass er durch die Schließfolgeregelung des Schließmittels aufgehalten wird. Somit kann der Standflügel vorschriftsmäßig vor dem Gehflügel schließen und das Element erfüllt seine Funktion im Bezug auf Brand- oder Rauchschutz.

Einschränkungen für Vollpanikfunktion ergeben sich durch die mögliche Zwängung von Geh- und Standflügel bei Unterschreitung bestimmter Mindestabmessungen (Breite lichter Durchgang). Weiterhin ist eine Vollpanikfunktion bei 2-flg. Türen nicht immer in Verbindung mit auf der Bandgegenseite montiertem Gleitschienenschließer möglich. Die Kombination von E-Öffner und Vollpanikfunktion kann ebenfalls – in Abhängigkeit von der Türelementbreite – Einschränkungen erforderlich machen.

Zuletzt aktualisiert am 2012-12-01 von Daniel Scheurich.

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